DISQUS

Commentarium Catholicum: Fronleichnam revisited at Commentarium Catholicum

  • Scipio · 4 years ago
    Ein bißchen wörtlicher, mit 9 Jahren Latein im Hinterkopf (allerdings Abi '79) und ohne Wörterbuch:

    Ein so großes Sakrament
    lasst uns tiefgebeugt verehren;
    und der alte Bund (die alte Lehre)
    möge dem neuen Ritus weichen;
    es gewähre der Glaube einen Ersatz
    dem Fehlen der Sinne.

    Dem Zeuger und dem Gezeugten
    sei Lob und Jauchzen,
    Heil, Ehre, Tugend auch
    und Segen.
    Dem, der aus jedem der beiden hervorgeht,
    sei gleiche Lobpreisung.
  • Petra · 4 years ago
    Eines von den dort gesungenen Liedchen wird schon die Entsprechung dafür gewesen sein... :-)
  • Petra · 4 years ago
    Ich habe übrigens auch 6 Jahre Latein gelernt, also so ist das nicht... :-)
    Ich habe nur gedacht, dass es vielleicht einen allgemein bekannten deutschen Titel für dieses Lied gibt.
  • mr94 · 4 years ago
    Also, "Beistelltischchen" war nicht ganz das richtige Wort, aber die ersten beiden Stationen fanden an einfachen, nur mit einem Tuch geschmückten Tischen statt. Der Prozessionsweg führte einmal um die Kirche und das angrenzende Altenheim. Nun ja.

    Dieses wunderbare Fest ist auch in der Diaspora-Sparversion nicht kaputtzukriegen.
  • Petra · 4 years ago
    Ja ja... Das Erbe des Dreißigjährigen Krieges eben...
  • Petra · 4 years ago
    Ich bin übrigens auf das Geheimnis des "Tantum ergo" draufgekommen: nein, bei unserer - doch etwas modernistisch angehauchter - Fronleichnamsveranstaltung wurde es nicht gesungen; dafür habe ich es schon zweimal bei Eucharistischen (Mai-)Andachten gehört.

    Das Lied wird in Österreich übrigens zur Melodie der Kaiserhymne (also Eurer Bundeshymne! :-)) gesungen. Ist das in Deutschland etwa auch so??
  • mr94 · 4 years ago
    Im Gotteslob steht jedenfalls eine andere Melodie...
  • Petra · 4 years ago
    Ist wohl die version pour l'Allemagne... ;-)
  • Alfred · 3 years ago
    Nachdem die Lehrergewerkschaft GEW empfohlen hat, den Text des Deutschlandliedes (wir singen ja nur die harmlos schöne 3. Strophe) nicht mehr zu singen, könnten wir ja vorschlagen, das Tantum ergo als Text der Nationalhymne zu übernehmen.
    Übriens war die Fronleichnams prozession in Berlin am Gendarmenmarkt sehr gut besucht, mit vielen Jugendlichen, jungen Paaren und unseren Schätzen (den Alten). Mir hats gefallen - auch der kleine Umzug ums Carree. Vor lauter Fan-Taumel mal was anderes..
  • Franz · 2 years ago
    Bin zufällig auf diese Seite gekommen, dabei kam mir zum Beitrag von "Petra", vom 29. Mai 2005 die Erinnerung, daß im Ort meiner Kindheit (Raiding,im Burgenland, der Geburtsort von Franz Liszt) noch Ende der 60er Jahren das "Tantum ergo" nach der Melodie der Kaiserhymne gesungen wurde. Auch in Güssing (mein derzeitiger Wohnort)war dies er Fall, in der Klosterbibliothek befinden sich alte handschriftliche Orgelbücher, die dies belegen. Ich vermute (ohne Gewähr auf Richtigkeit), daß nach den Türkenkriegen im Westungarischen Gebiet (das Burgenland gehörte bis 1921 dazu) angesiedelte Kroaten diese Melodie eingeführt haben. Joseph Haydn hat das Thema zur "Kaiserhymne" vom kroatischen Volkslied "Jutro rano se ja stanem" (Frühmorgens bin ich aufgewacht) ausgeliehen.