Wer Christus selbst erfahren will, ist auf die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche angewiesen. Die Kirche ist der Leib Christi, Christus das Haupt. Die Verkündigung Christi lässt sich nicht von der Verkündigung der Kirche trennen - sonst wird ein leibloses Haupt oder ein kopfloser Leib verkündet.
Kann es sein, dass die protestantische Rechtfertigungslehre letztlich die Kirche überflüssig gemacht hat? Weil sie die Heilsnotwendigkeit der Kirche ablehnt? Wenn die Wahrheit relativ, die Kirche virtuell und der Weg vor allem individuell ist, dann bleibt nur ein schwacher Abglanz von dem, der Via, Veritas et Vita ist.
Matthias
· 4 years ago
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Petra
· 4 years ago
Was hätten wohl die Apostel zu der von Dir gefeierten Konfessionsvielfalt gesagt, wo zu Heil, Sakramenten, Kirche, Ämtern und sonst noch allem Möglichen völlig gegensätzliche Positionen vertreten werden - und das alles im Namen Jesu Christi???
"sola fide": Luther konnte bei dieser Ansicht offenbar leicht Passagen wie Mat 25:31-46 (Vom Weltgericht) beiseite schieben - und dass er den Jakobusbrief (insb. wegen 2:14-26) am liebsten aus dem Kanon geschmissen hätte, ist ja auch hinlänglich bekannt. Statt "sola scriptura" eben: "scriptura" ist das, was mir ins Konzept passt...
Kann es übrigens nicht sein, dass sich Röm 3,28 auf das jüdische Gesetz bezieht? Aus dem Kontext erscheint es nämlich so... (Und Du weißt ja vermutlich auch, dass das Wort "allein" hier von Luther eigenmächtig eingefügt wurde und im Original gar nicht vorkommt... In der Einheitsübersetzung heißt diese Zeile nämlich: "Denn wir sind der Überzeugung, dass der Mensch gerecht wird durch Glauben, unabhängig von Werken des Gesetzes.")
Außerdem sind "gute Werke" ja auch nicht "Gesetz" in dem Sinn, wie es die Juden verstanden. Insbesondere, weil nachher auch noch 3,31 kommt (ich zitiere hier die modernisierte Lutherübersetzung): "Wie? Heben wir das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! Nein, wir richten das Gesetz auf."
Kann es sein, dass die protestantische Rechtfertigungslehre letztlich die Kirche überflüssig gemacht hat? Weil sie die Heilsnotwendigkeit der Kirche ablehnt? Wenn die Wahrheit relativ, die Kirche virtuell und der Weg vor allem individuell ist, dann bleibt nur ein schwacher Abglanz von dem, der Via, Veritas et Vita ist.
"sola fide": Luther konnte bei dieser Ansicht offenbar leicht Passagen wie Mat 25:31-46 (Vom Weltgericht) beiseite schieben - und dass er den Jakobusbrief (insb. wegen 2:14-26) am liebsten aus dem Kanon geschmissen hätte, ist ja auch hinlänglich bekannt. Statt "sola scriptura" eben: "scriptura" ist das, was mir ins Konzept passt...
Kann es übrigens nicht sein, dass sich Röm 3,28 auf das jüdische Gesetz bezieht? Aus dem Kontext erscheint es nämlich so... (Und Du weißt ja vermutlich auch, dass das Wort "allein" hier von Luther eigenmächtig eingefügt wurde und im Original gar nicht vorkommt... In der Einheitsübersetzung heißt diese Zeile nämlich: "Denn wir sind der Überzeugung, dass der Mensch gerecht wird durch Glauben, unabhängig von Werken des Gesetzes.")
Außerdem sind "gute Werke" ja auch nicht "Gesetz" in dem Sinn, wie es die Juden verstanden. Insbesondere, weil nachher auch noch 3,31 kommt (ich zitiere hier die modernisierte Lutherübersetzung): "Wie? Heben wir das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! Nein, wir richten das Gesetz auf."